März 26, 2026 Lilly Gansloser

Digitale Souveränität: Utopie oder erreichbares Ziel?

Die Abhängigkeit von Microsoft, AWS, Google & Co. war lange ein theoretisches Risiko. Seit der Trump-Administration ist es ein reales – Exportbeschränkungen, transatlantische Spannungen und der CLOUD Act machen das spürbar.

Die Verunsicherung in deutschen Unternehmen ist berechtigt. Aber Sie sind nicht machtlos.

Digitale Souveränität bedeutet für uns:

✅ Technische Souveränität – Kennen Sie Ihre IT-Landschaft? Wer seine Abhängigkeiten nicht kennt, handelt reaktiv statt strategisch.

🔍 Datensouveränität – Wissen Sie, wo Ihre Daten liegen, wer Zugriff hat und unter welcher Jurisdiktion sie stehen?

⚠️ Organisatorische Souveränität – Haben Sie intern genug Know-how, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben?

Vollständige Souveränität ist möglich aber hat einen sehr hohen Preis. Migrationskosten, Funktionslücken und ein spürbarer Produktivitätsverlust sind ernsthafte Konsequenzen.

Die Marktlage ist dabei uneinheitlich:
Bei ERP-Systemen gibt es durchaus vollwertige europäische Alternativen. Bei Office- und Kollaborationstools hingegen fehlen sie – und genau hier bleibt die Abhängigkeit von US-Konzernen besonders real.

Die Abhängigkeit von großen Tech-Konzernen lässt sich also nicht einfach wegdiskutieren. Aber sie lässt sich managen: durch Transparenz über die eigene IT-Landschaft, gezielte Vorbereitung und kluge Architekturentscheidungen.

💻 Mehr zum Thema digitaler Souveränität und was Sie konkret tun können finden Sie hier.

Renato Gubser und Jan Schmid