Vom Dachgeschoss zur KI-Strategie

Ein persönlicher Rückblick von unseren Gründern Richard und Fabian. Wie aus zwei Beratern mit einer Idee ein Team von knapp dreißig Menschen wurde, was dabei schiefging und warum das Produkt aus der Schublade gerade wieder relevant wird. Fabian nimmt Sie mit durch fünf Jahre mesakumo.

Eine Idee im Dachgeschoss

Im Mai 2021 saßen Richard und ich in meinem Dachgeschoss – kein schickes Loft, sondern ein ganz normales Dachgeschoss mit schräger Wand, gegen die man sich gerne mal den Kopf stößt, wenn man gerade eine große Idee hat. Wir kamen beide aus verantwortungsvollen Rollen bei der Peri Gruppe, Richard als CIO, ich als CFO und Sprecher der Geschäftsführung, und hatten eigentlich nur eine Gewissheit: Es gibt zu wenig Menschen, die sowohl Technologie als auch Geschäftsmodell wirklich verstehen. Diese Brücke wollten wir bauen. Einen Businessplan mit Umsatzzielen hatten wir nicht. Wir hatten Fragen: Wie wollen wir sein? Wie wollen wir mit Kunden umgehen, wie mit unserem Team? Erst als wir merkten, dass wir da im Kern dasselbe dachten, war klar: Das können wir zusammen machen.

Bescheidene Anfänge

Mit dem Gründungszuschuss vom Amt haben wir uns die ersten zehn Monate über Wasser gehalten, weil niemand wusste, ob und wie schnell Kunden kommen würden. Unsere ersten unternehmerischen Taten waren dann auch entsprechend bescheiden: ein selbst gebasteltes Logo, eine Website aus einem Baukasten heraus und ein PowerPoint-Master, der uns heute peinlich wäre. Zum Glück haben wir das früh erkannt und mit Tim, einem fähigen Designer aus München, jemanden gefunden, der wirklich etwas davon versteht – der hat dann unser Logo und das erste Corporate Design entworfen, das wir bis heute verwenden.

Aus nebenbei wird Kerngeschäft

Der eigentliche Start kam über Umwege: Bekannte aus unserem Netzwerk baten uns, ihre IT zu modernisieren – obwohl wir uns gar nicht sicher waren, ob wir überhaupt Berater sein wollten oder lieber ein Produkt bauen. Wir dachten, das machen wir eben „nebenbei“, um das Produkt zu finanzieren. Und dann die Entwicklung und anschließende Umsetzung der IT-Strategie hat einfach Spaß gemacht. Kunde zwei, drei, vier folgten – und aus „nebenbei“ wurde unser Kerngeschäft. Das Produkt liegt bis heute in der Schublade und wird (kleiner sneak peak in die nahe Zukunft) gerade als Baustein in der KI-Beratung wieder relevant.

Wachstum, Feiern und eine Lektion

Nach erfolgreichem Start wurden wir, sagen wir es freundlich, mittelgrößenwahnsinnig: Zum ersten Jahreswechsel 2021/2022 waren wir schon zu acht und haben das mit einer fantastischen Feier in der Stuttgarter Staatsgalerie und einem Abendessen bei Vincent Klink zelebriert – unter Coronabedingungen, versteht sich. Nicht alles lief so glatt: Ein großes Event, das wir für letztes Jahr geplant hatten, mussten wir trotz sehr fortgeschrittener Planung und großem Aufwand leider absagen. Wir haben einfach nicht genügend Teilnehmende finden können, die Lust auf eine mesakumo Veranstaltung hatten. Stattdessen machen wir jetzt mehr Webinare und Vorträge, was deutlich besser klappt. Schmerzhafte, aber wichtige Lektion.

Knapp 30 Menschen, über 60 Kunden

Aus dem einen Büro in der TFU in Ulm sind inzwischen neun geworden. Aus zwei Gründern ein Team von knapp dreißig Menschen. Wir haben über 60 Kunden in mehr als 150 Projekte begleitet – viele davon über Jahre hinweg, weil sie mit neuen Themen wiederkommen, nicht weil sie müssen. Genau das war einer unserer ersten aufgeschriebenen Werte: „Wir zecken uns nicht rein.“ Wir wollen niemanden abhängig machen, sondern befähigen. Wenn Kunden trotzdem wiederkommen, ist das für uns das schönste Kompliment.

Neue Grenze, neues Kernthema

2025 kam mit der mesakumo Schweiz AG der Schritt über die Grenze, seit Anfang 2026 bauen wir intensiv unsere KI-Strategie-Practice aus – vermutlich die größte Transformation, die wir seit Gründung erlebt haben, auch für uns selbst. Was gleich geblieben ist: der Anspruch, mit Kunden wirkungsvoll zusammenzuarbeiten. Was sich verändert hat: aus „Digitalstrategie“ ist zunehmend „KI-Strategie“ geworden.

Was uns antreibt

Wir glauben, dass der industrielle Mittelstand in Deutschland und Europa vor einem Umbruch stehen, der dem der Dampfmaschine in nichts nachsteht. Aber wir glauben nicht, dass KI den Menschen überflüssig macht – sondern dass die eigentliche Frage lautet, wie man sie sinnvoll mit und für Menschen einsetzt. Genau das wollen wir in den nächsten Jahren mit Ihnen gemeinsam herausfinden.

 

Danke, dass Sie diesen Weg mit uns gehen 😊

Richard & Fabian

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